Diary of Dreams ist eine deutsche Band um den Sänger Adrian Hates. Anfänglich im Dark-Wave-Umfeld angesiedelt, wandelte sich die Musik von Diary of Dreams ab der Jahrtausendwende drastisch und es kamen Elemente aus Elektro und Future Pop hinzu.
Speziell für diejenigen, die
Diary of Dreams bisher noch nicht kennen und etwas von der großartigen Musik erfahren möchten, hier an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung von dem, was Adrian Hates - Gründer und Mastermind der Band - mit seiner Musik ausdrücken möchte, bevor ich zur eigentlichen Biographie komme:
Das Ziel von Diary of Dreams war und ist heute immer noch, die Menschen zu inspirieren, eine eigene Traumwelt aufzubauen, in der sie Zuflucht finden. Einen Platz, an dem sie die Person sein können, die sie sich wünschen zu sein.
Dabei verwendet Adrian seine eigenen Träume und Geschichten, die sich in seinem Kopf abspielen. Schreibt über Menschen, die sich in seinem Umfeld bewegen, und verknüpft das Ganze mit Theorien und Ansichten über Mensch, Maschinen, Philosophie, Natur, Religionen, Glaube, Vertrauen und Elementen wie Schicksal, Glück oder Zufall.
Inspiriert durch seinen Lieblingsdichter 'Georg Trakl', dessen Werke stark durch den Expressionismus geprägt sind, bedient sich auch Adrian einer schwermütigen, melancholischen Grundstimmung in seinen Liedern. Dabei benutzt er sehr häufig Metaphern in Form von Symbolen aus antiken Mythen und der Bildwelt des Christentums, ohne aber dessen eigentliche Bedeutung zu meinen. Seine Texte sind weder politisch, noch christlich, noch beinhalten sie das Thema Liebe im Sinne von Beziehungen zwischen Frau und Mann. Er benutzt lediglich Symbole, Metaphern, Vergleiche und sonstige literarische Mittel, die die Möglichkeit bieten, Texte und Inhalte zu verschlüsseln, so dass jedem Einzelnen beim Hören eigene Interpretationsansätze für sich selber offen bleiben.
Weiterer Grund für die Wortverschlüsselungen ist, dass jemand, der seine persönlichen Gefühle und Gedanken - die natürlich sehr viel Intimität widerspiegeln - dermaßen vor dem Publikum ausbreitet, sein Privatleben so wenigstens zu einem gewissen Grad schützen kann, ohne einen totalen Seelenstrip hinzulegen.
Hauptaussage speziell seiner letzten Werke ist das Thema Harmonie. Seine Theorie dazu besagt, dass jeder Mensch in Harmonie geboren wird und je älter er wird, diese wieder verliert. Irgendwann wird er sich dieser Tatsache bewusst und für den Rest seines Lebens ist er dann damit beschäftigt, die verlorene Harmonie wiederzufinden. Seiner Meinung nach sterben die meisten Menschen, ohne sie je wiedergefunden zu haben. Mit seiner Musik versucht der Musiker Adrian Hates wohl auch, zu sich selbst zurückzufinden – er schreibt Texte, um zu überleben und seine psychologischen Konflikte zu lösen. Benutzt seine Träume sozusagen als Selbsttherapie. Der Traum stellt für ihn einen Ort der Geborgenheit dar, an den er schutzsuchend fliehen kann, bestrebt, das wiederzufinden, was einst mit der Kindheit verloren ging.
Die Musik von Diary of Dreams ist geprägt von perfekt arrangierten Kompositionen, ungewöhnlich variationsreichen Melodien ohne jedoch ihren Wiedererkennungswert zu verlieren, gepaart mit melancholischen Texten und der traumhaften dunklen Stimme von Adrian Hates, welche den Hörer in eine Welt versetzt, in der Traum und Realität miteinander verschmelzen…
HiStory
Im Jahre 1973 starb der wohl gefeierteste Künstler des 20. Jahrhunderts – Pablo Picasso. Im selben Jahr erblickte ein anderer das Licht der Welt.
Die musikalische Entwicklung des unbekannten Neugeborenen bis hin zum anerkannten Künstler begann im Alter von 9 Jahren mit Erlernen des klassischen Gitarrenspiels und setzte sich mit Klavier und Bass fort.
1987 begann der dann 14jährige Junge, seine ersten Gedichte und Songtexte selber zu schreiben. Während er seine Gedanken und Empfindungen über die Schlechtigkeit, Arroganz und Dummheit der Menschheit in die Welt hinausschrie, wurde bereits schon das Medium Adrian Hates "geboren", durch das er seine Gefühle transferieren konnte.
1989 vollendete Adrian ein klassisches, instrumentales Gitarrenstück, an dessen Anfängen er schon Jahre zuvor gearbeitet hatte. Er suchte nach einem Titel für dieses Stück, welches von einer sehr starken melancholischen Atmosphäre geprägt war und all seine Hoffnungen, Wünsche, Ängste und Träume widerspiegelte -
gleich seinem Tagebuch, das er bis zu seinem 15. Lebensjahr tatsächlich führte. Er nannte das Lied daher "Tagebuch der Träume".
In ihm wuchs der Gedanke, eine Band zu gründen. Da er empfand, dass das Thema des Titels noch viel mehr Leben in sich trug als man in einem einzigen Instrumentalstück hätte ausdrücken können, entschloß er sich, den Namen im Englischen zukünftig als Bandnamen zu benutzen - Diary of Dreams was born.
Aus der Erfahrung heraus, dass ihre Musiker bei jedem Auftritt erneut wechselten, beschlossen sie gemeinsam, niemanden mehr in der Band aufzunehmen, der eh drei Monate später die Band wieder verlassen würde und entwarfen ein neues Musik-Konzept: sie ersetzten die klassischen Instrumente durch einen Drumcomputer und ein paar Synthies.
1990 war es dann soweit - die ersten offiziellen Demo-Stücke entstanden aus Adrians Feder - doch keines erschien ihm gut genug, um es als Demo an Labelfirmen zu verschicken. Und so gingen nochmals 4 Jahre ins Land ehe Dion Fortune sein Debütalbum herausbrachte.
In der Zwischenzeit jedoch suchte (der Biografie von 'Garden of Delight' zufolge) Musiker Artaud je einen Gitarristen und einen Bassisten für seine Band und Adrian zupfte von 1992 bis zur (vorerstigen) Auflösung von Garden of Delight im Jahre 1997 regelmäßig live den Bass, bei Studioarbeiten jedoch klinkte er sich irgendwann aus, da ihn die Arbeit bei seinem eigenen Projekt Diary of Dreams zeitlich zu sehr beanspruchte.
Weiterlesen bitte HIER:
http://www.dream-collector.de/html/bio.htm
Eine kleine Kostprobe
und wieder ein Ohrenschmaus....