Diary of Dreams

 

Diary of Dreams ist eine deutsche Band um den Sänger Adrian Hates. Anfänglich im Dark-Wave-Umfeld angesiedelt, wandelte sich die Musik von Diary of Dreams ab der Jahrtausendwende drastisch und es kamen Elemente aus Elektro und Future Pop hinzu.


Bandgeschichte

Adrian Hates war vor 1989 einige Zeit als Gitarrist in einigen Schülerbands, die ihm jedoch nicht geeignet schienen, um seine musikalischen und textlichen Ideen zu verwirklichen. Im Jahr 1989 schrieb er das Gitarrenstück Tagebuch der Träume, das ihm schließlich die Inspiration für den Bandnamen Diary of Dreams brachte. Auf der Suche nach weiteren Musikern, die seine Ideen teilten, fand er nur den Gitarristen Alistair Kane, mit dem er 1989 Diary of Dreams gründete. Die ersten vier 1990 aufgenommenen Demostücke wurden nie veröffentlicht, da Adrian sie für zu schlecht hielt.

1994 wurde schließlich das Debütalbum Cholymelan auf Dion Fortune Records, dem Label von Garden of Delight, bei denen Adrian Hates seit 1992 Bass spielte, veröffentlicht. Inspiriert von Dion Fortune gründete Adrian Hates sein eigenes Label Accession Records, auf dem alle späteren Veröffentlichungen erschienen.

Für die Aufnahmen von Psychoma? 1998 wurde Diary of Dreams um Christian Berghoff (Gitarre) und Osmium (Keyboard) erweitert. Der Sound wurde deutlich elektronischer und tanzbarer, blieb aber immer noch sehr melancholisch. 1999 wurde das Debütalbum Cholymelan Re-Released und die Compilation Moments of Bloom mit Remixen veröffentlicht. Christian Berghoff verließ Diary of Dreams, um ein Jahr in London zu leben. Nach seiner Rückkehr war er nur noch für Accession Records tätig. Als Ersatz kam Torben Wendt (Keyboard und Gesang), Sänger und Mastermind von Diorama, und ergänzte Adrian Hates insbesondere beim Gesang.

2001 stieg Alistair Kane aus und wurde ersetzt von Lil’K, die wiederum ein Jahr später von Gaun:A ersetzt wurde. Außerdem kam mit Ray:X der erste Schlagzeuger der Bandgeschichte, der Diary of Dreams jedoch 2004 verließ und Keyboarder von Psyche wurde. Als Ersatz kam 2004 D.N.S (Suicide Commando, Tactical Sekt, Feindflug, davaNtage). Außerdem verließ [Os]mium Diary of Dreams aus beruflichen Gründen und wurde von Kean Sanders ersetzt, der sich jetzt mit Torben Wendt abwechselt. Die Aufnahmen zu Nigredo 2004 waren etwas Besonderes in der Geschichte von Diary of Dreams, da Gaun:A als erstes Diary-of-Dreams-Mitglied mit Adrian Hates gemeinsam ins Studio ging. Außerdem ist Gaun:A auf den Promobildern zu Nigredo zu sehen. Auch bei den Aufnahmen zu Menschfeind war Gaun:A mit von der Partie.

Quelle: LastFM

 

Zur HiStory

 

Speziell für diejenigen, die

 

Diary of Dreams bisher noch nicht kennen und etwas von der großartigen Musik erfahren möchten, hier an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung von dem, was Adrian Hates - Gründer und Mastermind der Band - mit seiner Musik ausdrücken möchte, bevor ich zur eigentlichen Biographie komme:

Das Ziel von Diary of Dreams war und ist heute immer noch, die Menschen zu inspirieren, eine eigene Traumwelt aufzubauen, in der sie Zuflucht finden. Einen Platz, an dem sie die Person sein können, die sie sich wünschen zu sein.
Dabei verwendet Adrian seine eigenen Träume und Geschichten, die sich in seinem Kopf abspielen. Schreibt über Menschen, die sich in seinem Umfeld bewegen, und verknüpft das Ganze mit Theorien und Ansichten über Mensch, Maschinen, Philosophie, Natur, Religionen, Glaube, Vertrauen und Elementen wie Schicksal, Glück oder Zufall.
Inspiriert durch seinen Lieblingsdichter '
Georg Trakl', dessen Werke stark durch den Expressionismus geprägt sind, bedient sich auch Adrian einer schwermütigen, melancholischen Grundstimmung in seinen Liedern. Dabei benutzt er sehr häufig Metaphern in Form von Symbolen aus antiken Mythen und der Bildwelt des Christentums, ohne aber dessen eigentliche Bedeutung zu meinen. Seine Texte sind weder politisch, noch christlich, noch beinhalten sie das Thema Liebe im Sinne von Beziehungen zwischen Frau und Mann. Er benutzt lediglich Symbole, Metaphern, Vergleiche und sonstige literarische Mittel, die die Möglichkeit bieten, Texte und Inhalte zu verschlüsseln, so dass jedem Einzelnen beim Hören eigene Interpretationsansätze für sich selber offen bleiben.
Weiterer Grund für die Wortverschlüsselungen ist, dass jemand, der seine persönlichen Gefühle und Gedanken - die natürlich sehr viel Intimität widerspiegeln - dermaßen vor dem Publikum ausbreitet, sein Privatleben so wenigstens zu einem gewissen Grad schützen kann, ohne einen totalen Seelenstrip hinzulegen.

Hauptaussage speziell seiner letzten Werke ist das Thema Harmonie. Seine Theorie dazu besagt, dass jeder Mensch in Harmonie geboren wird und je älter er wird, diese wieder verliert. Irgendwann wird er sich dieser Tatsache bewusst und für den Rest seines Lebens ist er dann damit beschäftigt, die verlorene Harmonie wiederzufinden. Seiner Meinung nach sterben die meisten Menschen, ohne sie je wiedergefunden zu haben. Mit seiner Musik versucht der Musiker Adrian Hates wohl auch, zu sich selbst zurückzufinden – er schreibt Texte, um zu überleben und seine psychologischen Konflikte zu lösen. Benutzt seine Träume sozusagen als Selbsttherapie. Der Traum stellt für ihn einen Ort der Geborgenheit dar, an den er schutzsuchend fliehen kann, bestrebt, das wiederzufinden, was einst mit der Kindheit verloren ging.

Die Musik von Diary of Dreams ist geprägt von perfekt arrangierten Kompositionen, ungewöhnlich variationsreichen Melodien ohne jedoch ihren Wiedererkennungswert zu verlieren, gepaart mit melancholischen Texten und der traumhaften dunklen Stimme von Adrian Hates, welche den Hörer in eine Welt versetzt, in der Traum und Realität miteinander verschmelzen…

 

 

HiStory

Im Jahre 1973 starb der wohl gefeierteste Künstler des 20. Jahrhunderts – Pablo Picasso. Im selben Jahr erblickte ein anderer das Licht der Welt.
Die musikalische Entwicklung des unbekannten Neugeborenen bis hin zum anerkannten Künstler begann im Alter von 9 Jahren mit Erlernen des klassischen Gitarrenspiels und setzte sich mit Klavier und Bass fort.
1987 begann der dann 14jährige Junge, seine ersten Gedichte und Songtexte selber zu schreiben. Während er seine Gedanken und Empfindungen über die Schlechtigkeit, Arroganz und Dummheit der Menschheit in die Welt hinausschrie, wurde bereits schon das Medium Adrian Hates "geboren", durch das er seine Gefühle transferieren konnte.
Adrian Hates 1989 vollendete Adrian ein klassisches, instrumentales Gitarrenstück, an dessen Anfängen er schon Jahre zuvor gearbeitet hatte. Er suchte nach einem Titel für dieses Stück, welches von einer sehr starken melancholischen Atmosphäre geprägt war und all seine Hoffnungen, Wünsche, Ängste und Träume widerspiegelte - Alistair Kanegleich seinem Tagebuch, das er bis zu seinem 15. Lebensjahr tatsächlich führte. Er nannte das Lied daher "Tagebuch der Träume".
In ihm wuchs der Gedanke, eine Band zu gründen. Da er empfand, dass das Thema des Titels noch viel mehr Leben in sich trug als man in einem einzigen Instrumentalstück hätte ausdrücken können, entschloß er sich, den Namen im Englischen zukünftig als Bandnamen zu benutzen - Diary of Dreams was born.

Die nächsten Jahre war er damit beschäftigt, Musiker mit einer ähnlichen Vision zu suchen - doch der einzige, der in das Konzept passte, war der Gitarrist Alistair Kane.

Aus der Erfahrung heraus, dass ihre Musiker bei jedem Auftritt erneut wechselten, beschlossen sie gemeinsam, niemanden mehr in der Band aufzunehmen, der eh drei Monate später die Band wieder verlassen würde und entwarfen ein neues Musik-Konzept: sie ersetzten die klassischen Instrumente durch einen Drumcomputer und ein paar Synthies.
1990 war es dann soweit - die ersten offiziellen Demo-Stücke entstanden aus Adrians Feder - doch keines erschien ihm gut genug, um es als Demo an Labelfirmen zu verschicken. Und so gingen nochmals 4 Jahre ins Land ehe Dion Fortune sein Debütalbum herausbrachte.
In der Zwischenzeit jedoch suchte (der Biografie von '
Garden of Delight' zufolge) Musiker Artaud je einen Gitarristen und einen Bassisten für seine Band und Adrian zupfte von 1992 bis zur (vorerstigen) Auflösung von Garden of Delight im Jahre 1997 regelmäßig live den Bass, bei Studioarbeiten jedoch klinkte er sich irgendwann aus, da ihn die Arbeit bei seinem eigenen Projekt Diary of Dreams zeitlich zu sehr beanspruchte.

 

Weiterlesen bitte HIER:

http://www.dream-collector.de/html/bio.htm

 



Eine kleine Kostprobe

und wieder ein Ohrenschmaus....