Joachim Witt
Witt begann seine Karriere in den 1970er Jahren, als er unter dem Namen „Julian“ die beiden Singles Ich bin ein Mann und Ich weiß, ich komm zurück unter dem Label Metronome im Jahr 1974 veröffentlichte. Allerdings blieb der kommerzielle Erfolg der beiden Singles aus und er verlor den Plattenvertrag.
1973 schloss sich Witt einer freien Theatergruppe an und wirkte beim Stück „Gorilla Queen“ mit. Anschließend besuchte er eine Schauspielerschule und arbeitete beim Hamburger „
Thalia-Theater“ mit. Mangels Interesse verließ er das Theater 1977 wieder.
Mitte 1976 gründete er mit zwei Freunden die Rockband
Duesenberg. Insgesamt veröffentlichte Witt mit Duesenberg drei Alben, bevor er 1980 ausstieg, um eigene Wege zu gehen.
Sein erstes Album „Silberblick“ produzierte Witt fast völlig alleine, lediglich einige seiner alten Bandkollegen von Duesenberg standen Witt zur Seite. Fertig produziert stellte Witt sein Album dem deutschen Label
WEA vor, welches ihn auch noch 1980 unter Vertrag nahm.
Noch im Dezember desselben Jahres wurde das Album veröffentlicht und im Januar 1981 folgte die Single „Kosmetik“ und im Mai schließlich seine bekannteste Single
Goldener Reiter, zu welcher auch ein Video produziert wurde. Allerdings konnte damit zunächst noch kein großer kommerzieller Erfolg erzielt werden, somit begann Witt noch im Spätherbst mit den Aufnahmen für sein zweites Album „Edelweiss“. Im November allerdings wurde die Single „Goldener Reiter“ vom deutschen Musiksender „ARD-Musikladen“ vorgestellt und somit einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Eine Woche darauf explodierten die Verkaufszahlen und sowohl beide Singles, als auch das Album „Silberblick“ platzierten sich in den deutschen Charts.
Besonders erfolgreich war die Single, welche es bis auf Platz 2 schaffte und die auch heute noch als Vorreiter der Neuen Deutschen Welle gilt. Daher wurde die Veröffentlichung des zweiten Albums verschoben. Insgesamt verkaufte sich der „Goldener Reiter“ über 250.000 mal und das Album „Silberblick“ sogar über 300.000 mal. Das Nachfolgealbum Edelweiß, das sich stilistisch an der Band
DAF orientierte, war ebenfalls noch ein kommerzieller Erfolg. Witt galt zu dieser Zeit als erfolgreichster Solo-Künstler der Neuen Deutschen Welle. Die dritte LP „Märchenblau“ von 1983 erzielte aber nur noch dürftige Umsätze. In den folgenden Jahren, in denen Witt auch mit englischen Texten experimentierte, stellten sich keine nennenswerten Erfolge mehr ein.
In den späten Neunzigern wandte er sich der so genannten Neuen Deutschen Härte zu. 1998 feierte er dann mit dem Album „Bayreuth 1“ sein Comeback. Ein besonders großer Erfolg dieses Albums war der Titel Die Flut, den Joachim Witt zusammen mit Peter Heppner, dem Sänger der Gruppe
Wolfsheim, aufgenommen hatte und der den zweiten Platz der Charts erreichte und in Deutschland Doppel-Platin-Status für über 670.000 verkaufte Einheiten erhielt.
Während die nächsten beiden Alben Bayreuth 2 und Eisenherz noch erfolgreich waren (Eisenherz schaffte es sogar in die Top-Ten der Charts), verzeichneten seine Alben Pop und Bayreuth 3 nur noch mäßige Verkaufszahlen.
Zu seiner Szenenzuordnung muss erwähnt werden, dass er selbst sich niemals als Künstler der Neuen Deutschen Welle bezeichnen würde. Er sagt von sich auch nicht, dass er in die
schwarze Szene gehört, in der er jedoch inzwischen recht beliebt ist.
Die Veröffentlichung von Bayreuth 3 Anfang 2006 schließt die Bayreuth-Trilogie ab. Bayreuth 3 stellt ein sehr politisches Album dar, in dem Witt auf gesellschaftliche Missstände in der Welt hinweist. So schlägt er mit seinen Liedern einen sozial- und gesellschaftskritischen Weg ein. Joachim Witt ist Anhänger von Attac.

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Seine Musik ist für mich Musik, die sehr berührt,
die unter die Haut geht und mich fühlen lässt, was er mit seinen Texten vermitteln möchte........
Einfach wunderbar, Joachim Witt, mich hast du mit deiner Musik erreicht und dafür danke ich dir von Herzen.
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