Traumdeutung
Oneirologie (von griech. oneiros, „der Traum“) bezeichnet jene Tätigkeiten und weltanschaulichen Konzepte, die hinter den im Traum erlebten Bildern, Handlungen und Gefühlen jeweils eine bestimmte, meist wichtige Botschaft versteckt vermuten und versuchen, sie methodisch zu enträtseln. In der Antike wurde den Träumen eine göttliche oder dämonische Quelle zugeschrieben, die dem Mensch auf diesem Wege eine Botschaft übermittelte oder in Versuchung geführt haben soll, eine volkstümliche Auffassung, die auch die Grundlage der Oneiromantie bildet und von alttestamentarischen Traumdeutern wie Daniel praktiziert wurde. Seit dem Zeitalter der Aufklärung wird der Charakter des Traums als Überbringer von Botschaften philosophisch bezweifelt. Einige der heutigen Hirnforscher schließen sich diesem Standpunkt an, indem sie den Traum als ein der Logik prinzipiell unzugängliches, insofern sinnloses Ergebnis neuronaler Prozesse während der Verarbeitung von Erlebnissen der vorherigen Tages definieren. Im Gegensatz dazu erachtet die von Sigmund Freud begründete Tiefenpsychologiedas Traumgeschehen nach wie vor als eine wichtige Informationsquelle über die Befindlichkeit des Menschen. In zahlreichen Publikationen legt sie ihre Anschauung dar, die Deutung der Träume systematisch vornehmen zu können. In seinem Werk „Die Traumdeutung“, bezeichnet Freud solche Arbeit deswegen auch als Traumanalyse.
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Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Traumdeutung